Softshelljacken Vergleich 2026: die besten Modelle
Von Johannes Lehmann · Aktualisiert im Juli 2026
Softshelljacken: Welches Modell ist das beste?
Für die meisten ist die adidas Terrex - Kid's MT Softshell Jacket - Softshelljacke Gr 116 rosa die ausgewogenste Wahl: rund 60 Euro und mit dem höchsten Vergleo-Score (83 von 100). Die günstigste Alternative ist die Columbia - Ascender II Softshell Vest - Softshellweste Gr L für rund 60 Euro.

adidas Terrex - Kid's MT Softshell Jacket - Softshelljacke Gr 116 rosa
Softshelljacken im Vergleich: kuratierte Auswahl mit transparentem Vergleo-Score, aktuellen Händlerpreisen und ehrlicher Kaufberatung.
- 1.adidas Terrex - Kid's MT Softshell Jacket - Softshelljacke Gr 116 rosa83
- 2.Columbia - Ascender II Softshell Vest - Softshellweste Gr L83
- 3.CMP - Women's Light Softshell Jacket Zip Hood - Softshelljacke Gr 3483
- 4.CMP - Jacket Zip Hood Softshell - Softshelljacke Gr 5882
- 5.Gonso - Women's Adventure Jacket Softshell - Fahrradjacke Gr 3682
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- + Preisniveau überdurchschnittlich (100/100)
(Skala 50–100, kein Test)
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The North Face - Nimble Vest 2 - Softshellweste Gr S
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Softshelljacken Vergleich 2026: Warum unser Vergleichssieger nur rund 60 Euro kostet

Beim Kauf einer Softshelljacke kommt es auf das Zusammenspiel von Bewegungsfreiheit, Windschutz und Atmungsaktivität an. Softshell ist kein Allwetterschutz für Dauerregen, sondern die erste Wahl für aktive Stunden bei wechselhaftem Wetter, wenn eine steife Hardshell die Bewegung einschränkt und Fleece schlicht zu wenig gegen Wind schützt.
Was Softshell wirklich bedeutet
Der Begriff beschreibt kein einzelnes Material, sondern eine Konstruktionsmethode: Zwei oder drei funktionelle Schichten werden miteinander verklebt (gebondet), sodass sie sich wie eine einzige, elastische Einheit anfühlen. Die Außenseite besteht meist aus einem robusten Stretch-Gewebe mit DWR-Imprägnierung (Durable Water Repellency), die Innenseite aus einem weichen Fleece oder Trikot-Futter. Manche Modelle haben dazwischen noch eine dünne Membran eingebettet, die Windschutz und leichte Wasserdichtigkeit verbessert.
Das Ergebnis ist eine Jacke, die sich wie ein zweites Fell trägt: Sie folgt jeder Armbewegung beim Klettersteig, beim Nordic Walking oder auf dem Bike, ohne zu rascheln oder aufzubauschen. Wer mit einer Regenjacke im Vergleich vertraut ist, merkt den Unterschied sofort: Softshell fühlt sich textilnäher an, wiegt in der Regel weniger und atmet deutlich besser, gibt aber bei echtem Platzregen früher nach.
Material und Schichtaufbau im Detail
Die meisten Softshelljacken am Markt arbeiten mit einem 2-Lagen-Aufbau: Außengewebe und Funktionsfutter sind direkt miteinander laminiert. Hochwertigere Modelle nutzen einen 3-Lagen-Bonding, bei dem eine Membran zwischen Außen- und Innenmaterial eingeklebt ist. Achte auf die Gewebegewichtsangabe: Leichte Modelle liegen bei 180 bis 220 g/m², robustere Tourenmodelle eher bei 280 bis 320 g/m².
Die DWR-Beschichtung ist entscheidend für das erste Wasserschutzniveau. Frischer DWR lässt Wasser perlen und abfließen; wenn er nachlässt, saugt sich das Außengewebe voll (das sogenannte "Wetting Out"). Die Wassersäule einer typischen Softshelljacke liegt zwischen 5.000 und 20.000 mm je nach Modell. Das klingt nach viel, aber zum Vergleich: Gute Hardshell-Membranen erreichen 28.000 mm und mehr. Bei anhaltendem Regen zieht daher eine Regenjacke im Vergleich den Kürzeren.
Atmungsaktivität wird meist in g/m²/24h gemessen oder als RET-Wert angegeben. Sportliche Softshelljacken schaffen 15.000 bis 25.000 g/m²/24h, was für intensives Wandern oder Radfahren ausreicht, ohne dass sich Schweiß staut.
Wasserdichtigkeit und ihre Grenzen
Softshell und Hardshell werden oft verwechselt, erfüllen aber unterschiedliche Zwecke. Eine Softshelljacke hält kurze Schauer und Nieselregen ab, versagt aber bei längerem starkem Regen. Wer regelmäßig in Regionen unterwegs ist, wo Schauer plötzlich kommen und lang anhalten, sollte über eine Hardshell als äußere Schicht nachdenken oder auf ein hybrides Modell setzen, das an den belasteten Stellen (Schultern, Kapuze) eine stärkere Membran eingebaut hat.
Für Wanderungen, bei denen das Wetter sich schnell ändert, empfiehlt sich das Lagen-Prinzip: eine dünne Baselayer, eine Softshelljacke als Mittel- oder Außenschicht und eine komprimierbare Regenjacke im Rucksack. Wer die passenden Wanderschuhe im Vergleich bereits hat, sollte die Jacke nach denselben Maßstäben wählen: Funktion vor Optik, Gewicht vor Volumen.
Wärme und Einsatzbereiche
Eine Softshelljacke ist keine Isolationsjacke. Sie hält Wind ab und bewahrt Körperwärme durch das geschlossene Bonding, aber bei Temperaturen unter null Grad sollte darunter ein wärmendes Midlayer sitzen. Dünne Softshell-Modelle (unter 200 g/m²) eignen sich bis etwa 5 bis 10 Grad als alleinige Oberschicht bei körperlicher Aktivität, dickere Varianten mit Fleece-Futter schaffen auch Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Besonders beliebt ist die Softshelljacke als Frühjahrs- und Herbstjacke sowie für Sportarten wie:
- Bergwandern und leichtes Klettern
- Mountainbiking und Gravel-Cycling
- Nordic Walking und Trailrunning bei kühlem Wetter
- Skitouren (als Zwischenschicht)
Wer auch mehrtägige Touren plant, sollte nicht vergessen, dass eine passende Ausrüstung mehr ist als die Jacke: einen guten Trekkingrucksack im Vergleich mit ergonomischem Tragesystem macht den Unterschied zwischen Müdigkeit und entspannten Touren.
Passform und Schnitt nach Einsatzszenario
Der Schnitt entscheidet maßgeblich, wie angenehm sich die Jacke bei verschiedenen Aktivitäten trägt. Grundsätzlich unterscheidet man drei Kategorien:
Sportiver Slim-Fit: Enger Schnitt, kurze Rückenlänge, minimale Taschen. Für Klettern, Trailrunning und Cycling. Gefahr: Bei Kälte weniger Spielraum für Schichten darunter.
Touren-Fit: Etwas mehr Spielraum an Schultern und Armen, längeres Rückenteil (schützt die Nieren beim Bücken). Für Wandern und leichte Alpintouren. Die meisten Modelle von Jack Wolfskin und Schöffel fallen in diese Kategorie.
Casual-Fit: Weiter Schnitt, oft ohne Kapuze oder mit abnehmbarer Kapuze, optisch ähnlich wie Alltagsjacken. Für Freizeit und wenig intensive Aktivitäten.
Bei der Damenjacke spielt die Taillierung eine größere Rolle; achte außerdem auf ausreichend Armfreiheit, damit du beim Paddeln oder beim Schulterriemen-Tragen eines Wanderschuhe im Vergleich begleitenden Rucksacks keine Spannung an den Schulternähten spürst.
Kaufkriterien auf einen Blick
Neben Material und Schnitt gibt es weitere Punkte, die bei der konkreten Modellwahl den Ausschlag geben:
Kapuze: Fest integriert ist sicherer und leichter; abnehmbar erhöht die Vielseitigkeit. Eine gut konstruierte Kapuze lässt sich mit einer Hand auf den Kopf ziehen und bleibt beim Umdrehen auf Position.
Reißverschlüsse: Wasserabweisende YKK-Aquaguard-Reißverschlüsse sind Standard bei Markenmodellen über 80 Euro. Sie müssen nicht komplett wasserdicht sein, halten aber kurze Schauer ab.
Taschen: Zwei Seitentaschen sind Pflicht; eine Brusttasche, die als Staufach dient, ist praktisch, aber kein Kaufargument. Für Klettern wichtig: Taschen müssen mit Klettergeschirr zugänglich bleiben.
Kompatibilität mit Helm: Wer auf dem Bike oder beim Klettern eine Softshell trägt, braucht eine Kapuze, die über einen Helm passt, ohne den Blickwinkel einzuschränken.
Gewicht und Packmaß: Leichte Modelle um 300 bis 400 g lassen sich in eine eigene Brusttasche verpacken. Für Mehrtagestouren ein sinnvolles Kriterium, wenn jedes Gramm im Rucksack zählt.
Softshell vs. Hardshell vs. Fleece: Was wann?
Diese Frage stellt sich fast jeder, der neu in den Outdoor-Bereich einsteigt. Die kurze Antwort: Sie ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht.
Fleece ist das wärmste Stück für seinen Gewicht, bietet aber keinen Windschutz und keine Wasserdichtigkeit. Als Midlayer unter einer Softshell oder Hardshell macht Fleece Sinn.
Softshell kombiniert Windschutz, leichte Wasserabweisung und hohe Beweglichkeit. Schwäche: Nicht für Dauerregen geeignet.
Hardshell ist wasserdicht und windundurchlässig, aber schwerer, weniger atmungsaktiv und starrer. Notwendig bei Mehrtagestouren mit unvorhersehbarem Wetter, beim Alpinklettern oder bei Regengebieten.
Wer nur eine Jacke kauft: In wechselhaftem Mittelgebirge und für Sport von März bis November ist Softshell die sinnvollste Wahl. Für Küstenregionen mit häufigem Regen ist eine gute Regenjacke besser aufgehoben.
Membran oder membranfrei: der unterschätzte Unterschied
Innerhalb der Softshell-Kategorie gibt es zwei Bauweisen, die sich in der Praxis deutlich unterschiedlich verhalten. Modelle mit eingebetteter Membran (etwa Windstopper von Gore oder herstellereigene Laminate wie Texapore Soft) blocken Wind zu nahezu 100 Prozent und erreichen Wassersäulen bis 20.000 mm. Der Preis dafür: Die Membran bremst den Feuchtigkeitstransport, bei intensiver Belastung staut sich Schweiß spürbar schneller unter der Jacke. Membranfreie Softshells aus dicht gewebtem Stretch-Material lassen dagegen 5 bis 15 Prozent des Windes durch, transportieren Körperfeuchtigkeit aber deutlich schneller nach außen und trocknen nach einem Schauer merklich zügiger.
Für Trailrunning, Skitouren-Aufstiege und schnelles Radfahren ist die membranfreie Variante meist die bessere Wahl, für Gipfelrasten, Abfahrten und windexponierte Grate die Membranvariante. Wer beides abdecken will, kombiniert eine membranfreie Jacke mit einer dünnen Windweste zum Überziehen. Beim Kauf lohnt der Blick ins Kleingedruckte: Steht dort ein Markenname wie Windstopper oder Infinium, handelt es sich um eine Membrankonstruktion; Begriffe wie "winddicht durch dichte Webung" deuten auf die membranfreie Bauart hin.
Zur Einordnung hilft der Windchill-Effekt: Bei 5 Grad Lufttemperatur und 40 km/h Wind liegt die gefühlte Temperatur bereits um den Gefrierpunkt. Genau hier spielt die Softshelljacke ihre Stärke aus, denn schon das Abblocken des Windes hebt die gefühlte Temperatur um mehrere Grad an, ohne dass zusätzliche Isolation nötig wäre. Auf exponierten Kämmen oder bei der Radabfahrt macht das den Unterschied zwischen durchgefroren und komfortabel. Als Faustregel gilt: Je windiger das typische Einsatzgebiet, desto eher lohnt die Membranvariante trotz der etwas schlechteren Atmungsaktivität. Wer überwiegend im Wald oder in geschützten Tallagen unterwegs ist, fährt mit der atmungsaktiveren membranfreien Bauweise besser.
Pflege und Reproofing
DWR-Imprägnierungen verschleißen mit der Wäsche. Nach 10 bis 20 Wäschen beginnen die ersten Jacken zu "wetten". Dann:
- Jacke bei 30 Grad mit Funktionswaschmittel (Grangers, Nikwax) waschen. Keine Weichspüler, sie verstopfen die Membranporen.
- Im Trockner bei niedriger Temperatur 20 bis 30 Minuten trocknen: Wärme reaktiviert restlichen DWR.
- Wenn das allein nicht reicht: Reproofing-Spray oder Imprägnierwäsche verwenden (Grangers Performance Repel, Nikwax TX.Direct).
Reißverschlüsse gelegentlich mit Wachsstift schmieren, damit sie auch nach dem Waschen leichtgängig bleiben.
Markenüberblick: Jack Wolfskin, The North Face, Vaude, Schöffel
Jack Wolfskin setzt auf das hauseigene Texapore-Soft-Laminat und bietet das breiteste Sortiment im deutschsprachigen Markt, mit guter Verfügbarkeit in mittleren Preislagen zwischen 70 und 150 Euro.
The North Face hat mit dem Nimble-System ein auf Alpine-Sport ausgerichtetes Sortiment aufgebaut: engere Passform, hochwertige Materialien, etwas höhere Preisklasse ab 90 Euro.
Vaude ist die Marke für Käufer, denen Nachhaltigkeit wichtig ist: Bluesign-Zertifikat, PFC-freie DWR-Beschichtungen, Produktion in Europa. Preislich gleichauf mit The North Face.
Schöffel positioniert sich stärker im alltagsnahen Segment, bietet aber durch seine Erfahrung mit Skibekleidung auch funktionell überzeugende Modelle, besonders für Damen.
Was unabhängige Tests beitragen
Stiftung Warentest hat Softshelljacken in der Vergangenheit mehrfach auf Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität und Schadstofffreiheit geprüft. Die Testergebnisse sind kostenpflichtig über test.de abrufbar, geben aber Orientierung, welche Modelle tatsächlich die Herstellerversprechen halten und welche bei Nassbelastung früh nachlassen. Darüber hinaus testen Outdoor-Magazine wie Bergsteiger, outdoor und Alpin jährlich aktuelle Softshell-Kollektionen unter realen Bedingungen. Achte beim Lesen dieser Tests darauf, ob die Prüfer dieselben Aktivitäten im Blick hatten, für die du die Jacke nutzen willst: Ein Testergebnis für Alpine-Klettern ist wenig aussagekräftig für Nordic-Walking-Nutzung.
Häufige Fragen
Was unterscheidet Softshell von einer normalen Windjacke?
Eine Softshelljacke besteht aus einem mehrlagigen Bondingmaterial mit integrierter Funktionsstruktur, das Windschutz, leichte Wasserabweisung und Atmungsaktivität kombiniert. Eine einfache Windjacke hat meist nur eine Gewebelage ohne Membran und bietet kaum Stretch oder Feuchtigkeitsmanagement.
Kann ich eine Softshelljacke bei Regen tragen?
Bei leichtem Nieselregen und kurzen Schauern ja; bei anhaltendem Starkregen nicht. Die DWR-Imprägnierung weist Wasser zunächst ab, aber die Wassersäule einer Softshelljacke liegt typischerweise bei 5.000 bis 15.000 mm, was für lange Regenphasen nicht ausreicht. Für längere nasse Touren empfiehlt sich eine Hardshell als äußere Schutzschicht.
Welche Temperatur ist ideal für Softshelljacken?
Der typische Einsatzbereich liegt zwischen minus 5 und plus 15 Grad Celsius, je nach körperlicher Aktivität. Bei intensiver Bewegung (Klettern, Wandern) reichen leichte Modelle auch bis 0 Grad als alleinige Oberschicht. Bei wenig Bewegung oder Temperaturen darunter empfiehlt sich ein wärmendes Fleece oder Daunenmidlayer darunter.
Wie oft sollte ich eine Softshelljacke waschen?
Alle 5 bis 10 Nutzungstage oder wenn Schmutz sichtbar wird. Waschen bei 30 Grad mit speziellem Funktionswaschmittel (kein normales Waschmittel, kein Weichspüler). Anschließend kurz im Trockner bei niedriger Stufe trocknen, um den DWR zu reaktivieren.
Was sind die besten Marken für Softshelljacken?
Jack Wolfskin, The North Face, Vaude und Schöffel gehören zu den etabliertesten Herstellern im deutschsprachigen Raum. Jack Wolfskin bietet die breiteste Modellpalette im mittleren Preissegment ab rund 70 Euro. The North Face und Vaude punkten mit sportiveren, technisch hochwertigeren Modellen ab rund 85 Euro. Schöffel ist besonders im Damen-Segment und im alltagstauglichen Bereich stark.
Ist eine Softshelljacke mit Kapuze sinnvoll?
Für Outdoor-Aktivitäten fast immer ja. Eine fest integrierte Kapuze schützt den Nacken und Hinterkopf bei plötzlichem Regen oder Wind zuverlässiger als eine abnehmbare Kapuze. Für den Alltag oder als Übergangsjacke ist eine abnehmbare oder gar keine Kapuze optisch unauffälliger.


















